#4days4future - Das war das Action Meeting 2019

Der CO2 Ausstoss von 5 Emails ist circa so gross wie der CO2 Ausstoss von 1 kg nicht saisonaler Tomaten. Auf Parkplätzen kann man noch ganz anderes machen als nur ein Auto parkieren. Filterkaffee ist das wohl billigste Händepeeling. All das haben wir am Action Meeting 2019 in Lenzkirch (DE) gelernt. Ein verlängertes Wochenende organisiert von youngCaritas in Europa, einer von Erasmus+ und der Schweizer Stiftung Movetia finanzierten europäischen Partnerschaft.

Am Donnerstag 14. Juni 2019 reisten 36 junge Menschen aus sieben Ländern in den Schwarzwald, um sich für vier Tage zum Thema Klima und Solidarität auszutauschen. Ziel des Treffens ist nicht nur der inhaltliche Austausch, sondern auch selbst nachhaltig zu leben und gemeinsame Aktionen für eine nachhaltigere und solidarischere Welt zu starten. Begleitet wird das Treffen von Irene Bär Leiterin youngCaritas Deutschland und Bettina Joa Umweltwissenschaftlerin und Moderatorin.

Anfangs bleiben die Teilnehmenden gerne noch unter sich, doch schon nach den ersten Kennenlernspielen ist die Schüchternheit überwunden. Es formen sich Spielteams, Jogginggruppen und neue Freundschaften entstehen.

Freitag - Planungstag
Wie produziere ich weniger Abfall? Was bedeutet Circular Economy? Climate Politics – wo liegen die Probleme, und was sind die Lösungen? Bei den Diskussionsrunden und Präsentationen zeigt sich, welch enormes Wissen die jungen Männer und Frauen bereits mitbringen zum Thema.
Auf Diskussionen sollen nun Taten folgen. Während die Einen sich dem freundlichen Aktivismus widmen, entwickeln Andere natürliche Beautyprodukte aus Filterkaffee oder planen den Ausflug zum Bauernhof.
Nach dem Abendessen ist Stage Time! Mehr oder weniger schauspielerische Fähigkeiten werden ausgepackt, um die am Nachmittag geplanten Aktionen der Gruppe vorzustellen. Wie viel wir vor lauter Lachen noch mitbekommen haben von den Aktionen, das ist eine andere Frage.

Samstag – Aktionstag
Kurz nach dem Frühstück brechen die Teams auf. Wanderung zum Titisee, Besuch des Naturmuseums oder Parking Day stehen auf dem Programm.
Parking Day? Ja, das kannte ich vorher auch noch nicht. Parking Day ist eine Form des Aktivismus, die aufzeigt, dass Autoparkplätze viel Raum einnehmen und gut auch anders genutzt werden könnten. So stellte die Gruppe mitten in Neustadt ein Wohnzimmer auf einem (bezahlten) Parkplatz auf. Während Dario den Nachhaltigkeitsbaum mit Tipps und Tricks ausschmückt, steuert Elena bereits auf die ersten Passanten zu und überzeugt sie prompt am Quiz mitzumachen. Bettina packt währenddessen die Gitarre aus und untermalt die ganze Aktion musikalisch. Im Laufe des Tages fassen wir alle mehr Mut und so ergibt sich am Schluss sogar eine Sing- und Malaktion auf dem Fussgängerstreifen. Während der Sara anhaltenden Autofahrer*innen Ökotipps verteilt.
Am Abend ist wieder Showtime. Die Gruppen präsentieren ihre Projekte. Zias Gruppe zeigt uns, wie viel Strom unsere ungelesenen Emails verbrauchen. Andere stellen uns ihre neuen tierischen Freunde vom Bauernhofbesuch vor. Und Riaan präsentiert den, nun mit Tipps und Tricks reich geschmückten, Nachhaltigkeitsbaum.

Sonntag – Time to say Goodbye
Letztes Frühstück, letzte gemeinsame Runde. Wir sitzen im Kreis und legen unsere Erfahrungen und Erlebnisse in einen Rucksack. Als Prisca dran ist, spricht sie uns wohl allen aus der Seele, wenn sie sagt, dass sie sich nach diesem Treffen weniger alleine fühlt, weil sie weiss, in ganz Europa engagieren sich junge Menschen für Nachhaltigkeit.