

Viel Inspiration in Belgien
Organisiert von Movetia und weiteren europäischen Agenturen zur Förderung von Austausch und Jugendthemen durften Lena und Manu von youngCaritas Schweiz an einer internationalen Weiterbildung zum Thema Jugendarbeit mit Menschen mit Fluchtgeschichte teilnehmen. Im nachfolgenden Bericht teilt Manu seine Eindrücke und Erfahrungen.
Ankunft und gegenseitiges Kennenlernen
Nach überschaubaren Reisestrapazen und einem kleinen Umweg über die S-Bahn-Strecke in Belgien trafen wir etwas verspätet zur Gruppe und genossen das erste vielseitige und schmackhafte Abendessen in Mechelen. Der Zeit geschuldet, wurde das vertiefte Kennenlernen auf den zweiten Tag geschoben, sodass nach dem Abendessen alle noch Zeit für sich hatten, um richtig anzukommen.
Spannende Einblicke in lokale Strukturen
In den drei Tagen in Mechelen und Brüssel durften wir diverse Organisationen kennenlernen und Institutionen besuchen. Es war sehr spannend, zu sehen, wie vernetzt viele Organisationen sind und wie nachhaltig die Strukturen verankert sind. Die Jugendinstitution tumult in Mechelen beispielsweise führt – wie youngCaritas – verschiedene Jugendcamps durch. Die Freiwilligen setzen sich zusammen aus jungen Menschen, die nach Belgien geflüchtet sind, sowie aus in Belgien geborenen und absolvieren im Vorfeld eine kurze Ausbildung zum „Camp-Volunteer“. Nennenswert ist auch die Zusammenarbeit des Flüchtlingswerks Flandern mit der Jugendorganisation sojo. Neben diversen Kooperationen organisieren sie zusammen den Solidaritäts-Event refugee-walk. Als kleiner Event gestartet, können sie mittlerweile über 3000 Teilnehmende verzeichnen, die im Vorfeld einen Geldbetrag sammeln und im Rahmen des Events zuhanden der Flüchtlingshilfe übergeben. Zu sehen, wie Vernetzung und Synergien von gemeinsamen Ressourcen zu einem Projekt in dieser Grösse und Reichweite führen können, war und ist sehr inspirierend.
Lebhafter Austausch und Gesangseinlagen zum Abschluss
Nebst den inhaltlich vollen Tagen blieb auch genügend Zeit, um die anderen Teilnehmenden des Study visit kennenzulernen, eigene Projekte und Ideen sowie Gedanken zum erlebten auszutauschen. Abends jeweils genossen wir ein gemeinsames Znacht, philosophierten über dies und jenes und liessen den Tag revuepassieren. Als krönender Abschluss dürfen hier ohne schlechtes Gewissen die Gesangseinlagen am letzten Abend genannt werden, als Klassiker nach Klassiker den Speisesaal akustisch erfüllte.
Nach drei intensiven, lehrreichen und vielfältigen Tagen ging’s am Freitag wieder Richtung Schweiz. Diesmal klappte (fast) alles und wir trafen (fast) pünktlich wieder zuhause ein. Erfüllt und dankbar schauen wir auf inspirierende und anregende Tage in Belgien zurück.
Bericht von Manu Blum, Verantwortlicher Freiwilligenkoordination bei youngCaritas Schweiz
Eindrücke aus Belgien Impressionen vom Study visit
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Titelbild: © youngCaritas




