

Besuch im Juli-Sommerlager zum Praktikumsabschluss
Zum Ende ihres Hochschulpraktikums durfte Sarina noch SoLa-Luft schnuppern und vom 16. bis 18. Juli das Sommerlager in Adelboden miterleben. Im nachfolgenden Text berichtet sie von ihren Erfahrungen.
Nachdem ich mich direkt nach meiner Ankunft im schönen Berner Oberland kurz in meinem Zimmer eingerichtet hatte, gab mir ein Lagerleiter eine ausführliche Hausführung. Aufgrund der verwinkelten Bauweise des Hauses war ich darüber sehr froh – sonst hätte ich wohl gar nicht alle Zimmer und Aufenthaltsräume gefunden. Nach der hervorragenden Verpflegung durch unser Küchenteam fand am Donnerstagabend der Programmblock «Wetten, dass..?» statt. Vier Teams traten gegeneinander an und stellten sich verschiedenen Wetten, bei denen geraten, gesungen und viel gelacht wurde.
Der nächste Morgen startete nach diesem turbulenten Abend etwas ruhiger mit einem ausgiebigen Brunch. Danach hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, in verschiedenen Ateliers zu basteln, zu malen, Bändeli zu knüpfen, Henna-Tattoos zu gestalten, Nägel zu lackieren oder T-Shirts zu färben. Am Nachmittag ging es bei der Olympiade sportlich zu und her. Vom Völk über Karottenziehen bis hin zum Güggeli-Kampf war alles dabei. Vor dem Abendessen vertrieben sich viele ihre Freizeit noch mit Fussballspielen, Spaziergängen oder weiterem Arbeiten in den Ateliers.
Am letzten Lagerabend, dem Freitag, folgte dann einer der Höhepunkte des gesamten Lagers – die Disco. Alle Jugendlichen und Leitungspersonen holten ihre elegantesten Kleider hervor. Kurzerhand wurde einer der Essräume in eine Disco mit Bar-Ecke, Partylichtern, grossen Musikboxen und einer Discokugel verwandelt. Mit leckeren Mocktails in der Hand bewegten sich die Jugendlichen auf dem Dancefloor. Mal traten sie beim Limbo gegeneinander an, mal tanzten sie gemeinsam zu afghanischer und somalischer Musik sowie weiteren Partyliedern. Der Abend wollte kaum ein Ende finden. Doch schlussendlich fanden alle müde vom Tanzen den Weg ins Bett.
Der Abreisetag am Samstag begann bereits um 7.00 Uhr, und schon vor dem Frühstück mussten alle Koffer vor dem Haus bereitstehen. Bei der anschliessenden Hausputzaktion packten alle mit an. Gegen 11.00 Uhr hiess es dann Abschied nehmen, und die Teilnehmenden stiegen mit vielen lebhaften Erinnerungen in den Reisecar.
Das Lager war für mich ein wunderschöner Abschluss meiner Zeit bei youngCaritas. Ich durfte viele bekannte Gesichter wiedersehen – sowohl unter den Leitenden als auch unter den Jugendlichen – und nochmals Erinnerungen schaffen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Auch für mich war der Discoabend ein besonderes Highlight, insbesondere als wir alle gemeinsam zu afghanischer Musik im Kreis tanzten und immer wieder jemand liebevoll dazu aufgefordert wurde, in der Mitte zu tanzen. Das starke Gemeinschaftsgefühl war dabei deutlich spürbar.
Nun beende ich mein Praktikum bei youngCaritas und bin einfach nur dankbar für alles, was ich erleben durfte: von Schulbesuchen über verschiedene Freiwilligenprojekte bis hin zum youngCaritas-Award und dem MigrAction-Weekend, die ich mitorganisieren durfte. Ich habe nicht nur eine unglaublich vielseitige und komplexe Organisation mit grossartigen Menschen von innen kennengelernt, sondern auch viele neue Kontakte im In- und Ausland geknüpft. Und nicht zuletzt durfte ich jeden Tag mit einem wirklich grossartigen Team zusammenarbeiten.
Peace out. ✌
Sarina Wyrsch, youngCaritas-Hochschulpraktikantin
Titelbild: Gruppenbild Sommerlager Juli 2026 © youngCaritas



