Eritreische Geflüchtete – Herkunft und Zukunft / Die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen und eritreischen Personen mit Fluchthintergrund in der Schweiz Frühjahr 2022

Begleitend zu den umfangreichen Aktivitäten im Bereich Armutsbekämpfung und Integration bietet Caritas Schweiz Weiterbildungen im Asyl- und Flüchtlingsbereich an.

youngCaritas-Freiwillige, die in einem Projekt aktiv sind, können exklusiv gratis am Seminar teilnehmen. Bitte melde dich dafür über unsere Webseite für die Seminare an (siehe unten).

Einleitung und thematische Übersicht

Seit nahezu 20 Jahren flüchten aus dem kleinen Land Eritrea am Roten Meer hunderttausende Personen, viele von ihnen bis nach Europa und in die Schweiz. Dabei galt Eritrea nach einem langen, blutigen Krieg um die Unabhängigkeit vom großen Nachbarland Äthiopien als Hoffnungsträger in der Region und in ganz Afrika. Trotz des Friedensschlusses zwischen Präsident Isaias Afeworki und dem neuen äthiopischen Premierminister und Friedensnobelpreisträger Dr. Abyi Ahmed im Sommer 2018 hat sich im Land wenig geändert. Äthiopien aber schließt inzwischen erste Flüchtlingslager, die zumindest Sicherheit versprachen. Die irreguläre Migration in den globalen Norden scheint für viele der einzige Ausweg. Erfahrungen von Ausschluss, Diskriminierung, Gewalt und Gefahr während einer schwierigen monate-, oft jahrelangen Reise spielen auch in die Bemühungen um ein neues und sicheres Leben im Aufnahmestaat hinein.
Das Seminar findet als Co-Teaching statt. Somit bringen die beiden Referierenden je ihre eigenen Schwerpunkte und Erfahrungen mit der Thematik ins Seminar ein.

Kursinhalt und Kursziele

  • Einführung in die Länderkunde und den Herkunftskontext Eritreas
  • Einführung in die Migrationsgeschichte und die Fluchterfahrungen in Transit- und Ankunftsländern
  • Diskussion aktueller Entwicklungen in der Herkunftsregion und aktueller Problemlagen und Nöte eritreischer Personen mit Fluchthintergrund in der Schweiz und in Europa
  • Diskussion über die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen und eritreischen Klient*innen in der Schweiz
  • Mögliche «best practice» bei der Zusammenarbeit mit eritreischen Personen mit Fluchthintergrund in der Schweiz

Arbeitsformen

Thematische Inputs, Gruppenarbeiten und strukturierte Diskussionen im Plenum

Referent*innen

Prof. Dr. Magnus Treiber ist Ethnologe an der LMU München und Autor des Buches «Migration aus Eritrea».
Semhar Negash, Sozialanthropologin, MA. Arbeitet als wissenschaftliche Assistentin bei der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz und als Interkulturelle Vermittlerin in Kanton Bern

Zeit und Ort

Frühjahr 2022 9.30 - 12.00 Uhr / 13.30 - 16.30 Uhr
Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich

Organisatorisches

Nach Eingang Deiner Anmeldung bestätigen wir dir per Email die Aufnahme in das Seminar. Falls das Seminar abgesagt werden muss, erfolgt die Sistierung telefonisch oder schriftlich.

PDF Ausschreibung_Detailinfos_Kurs

Anmeldung