Llamas spucken nicht! Aus dem Action Meeting in Bolzano

Heiss war es. Die Sonne brannte nieder und wie tote Fliegen lagen wir im Park auf der Wiese und genossen die Kühle der schattenspendenden Bäume. Doch nicht lange und unsere Energiereserven waren wieder voll für den spannenden Nachmittag!

Mitten in der Altstadt von Bolzano trafen wir, die youngCaritas Europa-Gruppen, uns zu einem Eye-Contact-Flashmob. Dabei haben wir uns mit Statement-Schildern auf dem Hauptplatz versammelt und mit Passanten für ca. 1 Minute Augenkontakt gesucht. Das Ziel der Aktion war es, den menschlichen Kontakt in den Vordergrund zu stellen. Gerade in der Zeit der Digitalisierung kommt dieser oft zu kurz. Nach einer halben Stunde regen Austausches war das Ganze dann auch schon vorbei und weiter ging es zum Llama-Trekking.

Die kleinen Alpakas und die etwas grösseren Llamas haben uns rund eine Stunde lang auf der Wanderung mit wunderschöner Sicht auf die Dolomiten begleitet. Angespuckt wurden wir trotz vorgängigen Bedenken nicht, denn Llamas kommunizieren so nur untereinander. Wie die Llamas waren wir jedoch stets hungrig. Zum Glück wurden wir dann von zwei jungen Männern aus Senegal respektive Nigeria verköstigt, die ein riesen Buffet mit unglaublich leckeren, selbstgemachten Spezialitäten für uns auf die Beine gestellt haben. Sie sind Teil des Projekts "Book a Cook" der youngCaritas in Bolzano, bei welchem geflüchtete Menschen im Rahmen eines Catering-Services den Menschen in Bolzano ihre kulinarische Kultur näher bringen. 

Am nächsten Tag fand in einem Wohnaus der Caritas Südtirol eine Living-Library statt. Statt wie in einer normalen Bücherei zu lesen, haben uns vier bewundernswert starke Menschen, eine Migrantin, ein Ex-Gefängnisinsasse, ein HIV-Positiver und jemand im Rollstuhl, ihre eindrückliche Lebensgeschichte erzählt und uns zum Nachdenken angeregt. 

Am Nachmittag konnten wir dann an diversen Workshops wie Upcycling, Rollstuhlparcour oder Fussball-Turnier mit jungen geflüchteten Menschen teilnehmen. Abgerundet wurde dieser tolle Tag durch ein feines BBQ. 

Der letzte Tag wurde dann der Planung des Action-Days im Oktober 2018 gewidmet. Aufgeteilt in fünf Gruppen, haben wir Konzepte erarbeitet und demokratisch über das Geeignetste abgestimmt. Die Diskussionen waren sehr spannend und auch der länderübergreifende Austausch kam nicht zu kurz. 

Dann hiess es leider auch schon Abschied nehmen. Die Tage in Bolzano werden uns unvergesslich in Erinnerung bleiben! 

Barbara, Lena, Lisa und Simon


Action Meeting verpasst?

Nicht so tragisch, sei dabei, wenn wir am Action Day am 6. Oktober in ganz Europa eine Aktion im Zeichen der internationalen Solidarität durchführen.

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