Vulnerabilität: Flucht und Trauma 19.03.2024

Begleitend zu den umfangreichen Aktivitäten im Bereich Armutsbekämpfung und Migration bietet Caritas Schweiz Weiterbildungen im Asyl- und Integrationsbereich an.

youngCaritas-Freiwillige, die in einem Projekt aktiv sind, können exklusiv gratis am Seminar teilnehmen. Bitte melde dich dafür über unsere Webseite für die Seminare an (siehe unten).

Einleitung und thematische Übersicht

In unserer täglichen Arbeit begegnen wir vermehrt Menschen, die auf der Flucht waren. Viele dieser Menschen haben traumatische Erlebnisse durchlebt und leiden beispielsweise unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Traumata haben sowohl körperlich als auch seelisch eine enorme Belastung für die Betroffenen zur Folge und beeinflussen sämtliche Bereiche ihres Lebens sowie ihr soziales Umfeld. Zudem stellen sie oft ein erhebliches Hindernis für die Integration in die Schweiz dar. Während der Flucht selbst sind viele Geflüchtete ebenfalls traumatischen Ereignissen ausgesetzt. Zusätzlich zu diesen Erfahrungen werden sie in der Schweiz mit verschiedenen post-migratorischen Schwierigkeiten konfrontiert, wie einem unsicheren Aufenthaltsstatus, schwierigen Wohnverhältnissen, sprachlichen Barrieren und sozialer Isolation. Diese Herausforderungen können eine enorme Belastung darstellen und erfordern von Beratern und Begleitern spezifische Herangehensweisen. Diese Fortbildung konzentriert sich stark auf die praktische Anwendung und vermittelt grundlegendes Wissen über die Entstehung von Traumafolgestörungen sowie deren Symptome und Auswirkungen auf Betroffene. Darüber hinaus wird der Einfluss der post-migratorischen Lebensschwierigkeiten auf die Betroffenen dargelegt. Es werden Strategien für den Umgang mit traumatisierten Personen diskutiert. Der Workshop bietet zudem Raum für den Austausch und widmet sich der eigenen psychischen Gesundheit.

Kursinhalt und Kursziele

Die Teilnehmenden

  • erforschen das Konzept der Vulnerabilität sowohl im Allgemeinen als auch speziell im Kontext der Migration.
  • verstehen, wie Traumatisierung definiert ist, wie sie entsteht und sich bei Betroffenen und deren Umfeld zeigt.
  • erkunden verschiedene Therapiemöglichkeiten für Erkrankungen aufgrund von Traumafolgen.
  • entdecken die Bedeutung post-migratorischer Lebensschwierigkeiten und ihren Zusammenhang mit traumatisierten Migranten.
  • entdecken konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit traumatisierten Migranten.
  • entwickeln Strategien zur eigenen Psychohygiene bei der Arbeit mit traumatisierten Migranten.
  • beteiligen sich an Diskussionen zu Fragen und praktischen Beispielen der Kursteilnehmenden.

 

Arbeitsformen

Thematische Inputs, Gruppenarbeiten und strukturierte Diskussionen im Plenum

Referentin

PD Dr. Naser Morina, Universitätsspital Zürich, Oberassistent und Co-Leiter Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer, MAS in Psychotraumatologie

Zeit und Ort

Dienstag, 19. März 2024, 09.30 - 16.30 Uhr
Centrum 66, Hirschengraben 66, 8000 Zürich

Organisatorisches

Nach Eingang deiner Anmeldung bestätigen wir dir per E-Mail die Aufnahme in das Seminar. Falls das Seminar abgesagt werden muss, erfolgt die Sistierung telefonisch oder schriftlich.

Ausschreibung_Detailinfos_Kurs

Anmeldefrist ist der 29.02.2024.

Anmeldung