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EIN AUS
 
21. August 2010

Die Überschwemmungen in Pakistan nehmen täglich schlimmere Ausmasse an. Bisher sind mehr als 1500 Todesopfer zu beklagen und die Zahl der Betroffenen wird auf 20 Millionen geschätzt. Rund 800 000 Häuser sind zerstört und die Überlebenden kämpfen nun mit Hunger, Krankheiten und Seuchen. Caritas Schweiz erhöht ihren Nothilfebeitrag auf eine Million Franken. Caritas-Mitarbeiterin Bettina Iseli ist aktuell vor Ort, um die Hilfsmassnahmen zu koordinieren. >>> Bericht aus Pakistan

19. August 2010

Information & Kommunikation

Der Südsudan ist, wie schon mehrmals erwähnt, was die Infrastruktur anbelangt auf dem Boden (ich kann das nicht genug betonen, weil man sich das nicht vorstellen kann, ohne es selber gesehen zu haben). Nur sehr schleppend können Fortschritte beobachtet werden. Im Bereich der Information und Kommunikation befindet sich das Land dagegen auf der Überholspur. Ausgelassen wurden Rauchzeichen, Postkutsche, Telegramm, Printmedien und Festnetztelefonie. Eingespurt wird hier direkt bei Internet, Satelliten-TV und Mobilfunktelefonie. Es gibt zwar eine unabhängige Südsudanesische Zeitung, welche in der Aufmachung eher an eine Schülerzeitung erinnert, die ist aber nur in Juba erhältlich. Vom Festnetztelefon fehlt jede Spur. Dafür spriessen überall im Südsudan Handyantennen wie Pilze aus dem Boden. Zain, Vivacell, Safaricom, MTN und wie die Mobilfunkanbieter in Afrika alle heissen haben den Südsudan als Markt gefunden und pushen diesen enorm. Wenn man sich auf den Strassen rumschaut, hat das durchaus seine Berechtigung. Wer es sich irgendwie leisten kann und über Auflademöglichkeiten verfügt (die Notwendigkeit spielt keine Rolle), ist Besitzer mindestens eines Handys und benutzt dies auch regelmässig und gut sichtbar. Ich staune immer wieder, wer alles ein oder zwei Handy besitzt und von wo sie das Geld haben.

Telefoniert wird ausschliesslich mit Prepaid-Handys, da sich Abo-Verträge mangels Postanschrift gar nicht umsetzen liessen. Fast in jedem Geschäft kann man Guthaben, sogenannte „airtime“, kaufen. Dabei handelt es sich um Gesprächsminuten, die man auflädt. Was anfänglich in der Schweiz auch der Fall war, ist die unterschiedliche Netzabdeckung der einzelnen Anbieter. So versucht sich jeder mit der ersten Mobilfunkantenne in einem neuen Empfangsgebiet einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Der Nachteil für die Benutzer davon ist, dass man zig SIM-Karten haben muss und mit jeder Karte eine neue Nummer bekommt. Dies zieht ein äusserst ausgeklügeltes SIM-Karten- und Telefonbuch-Management mit sich, welches ich noch nicht ganz durchschaut habe. Denn ständig müssen die SIM-Karten gewechselt werden, alle Kontakte mit allen möglichen Nummern müssen abgespeichert werden und beim anrufen, müssen sämtliche Nummern einer Person durchprobiert werden. Es ist hier schon fast ein Volkssport, die SIM-Karte bei besserer Sendeleistung oder besseren Preiskonditionen zu wechseln. Am Flughafen von Juba sah ich einen Mann in einer Metallbox mit weit über 10 SIM-Cards wühlen… Auch ich habe in der Zwischenzeit 2 SIM-Cards. Doch die ständige Wechslerei und das Nummer-Management wurde mir schliesslich zu mühsam, weshalb ich nur noch eine Nummer benutze (und auch die äusserst selten).

Um TV zu schauen, muss man – neben einer Stromquelle und einer Satellitenschüssel – eine Setbox zum Decodieren bestellen. Wird der monatliche Beitrag nicht ordentlich bezahlt, wird einem die Setbox gnadenlos deaktiviert, was wir hier im Caritas-Compound auch schon schmerzlich erfahren mussten. Die Senderauswahl lässt fast keine Wünsche offen: von Newssendern (BBC World, CNN oder Al Jazeera) über Sport (SuperSport mit allen wichtigen Premiere League Übertragungen :-) ) über Dokumentationen (National Geographic oder Discovery World) empfängt man hier alles wichtige. Ein Fernseher stellt hier natürlich ein absolutes Luxusgut dar, das sich nur NGOs, Hotels, Regierungsleute oder Restaurants und Bars leisten können. Letztere stellen für viele Leute die Informationsquelle dar, weshalb sich am Abend oft grosse Menschentrauben um die wenigen Bars mit TV bilden.

Noch spärlicher als TVs sind die Internetzugänge, da sowohl mehr Ausrüstung (Generator, Computer, Modem, Satellitenschüssel, Software usw.) aber auch Knowhow nötig ist. Für die meisten Leute stellt ein Computer resp das Internet auch schlicht keine Notwendigkeit dar. Internet-Cafes gibt es in Torit noch keine. Ich vermute aber, dass dies eine Frage der Zeit ist, da die Leute mit zunehmender Technik auch anspruchsvoller werden. Wir im Caritas-Compound „beziehen“ unser Internet via Schüssel von einem Provider in Europa. Geschwindigkeit und Verfügbarkeit sind wegen der Distanz und abhängig von der Witterung stark eingeschränkt im Vergleich zur Schweiz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich mich jetzt gut an die Tücken des hiesigen Internets gewöhnt. Für immer auf eine 20′000 Kbit Leitung verzichten, möchte (könnte) ich dann aber doch nicht…

>>> Link: Was David alles zu berichten hat, kannst du hier nachlesen

18. August 2010

Heute ist der nationale Sammeltag der Glückskette für Pakistan!

Die Glückskette führt heute einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer der Überschwemmungen in Pakistan und angrenzenden Gebieten durch. Dieser Aufruf geschieht in enger Zusammenarbeit mit acht Partnerhilfswerken: Caritas Schweiz, die Christoffel Blindenmission (CBM), HEKS, Terre des hommes Kinderhilfe, das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), Handicap International, die Heilsarmee und das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) haben mit ihren lokalen Partnern vor Ort bereits mit der Nothilfe begonnen.

>>> Link: Wie sieht die Nothilfe der Caritas Schweiz in Pakistan und Indien aus?

16. August 2010



Flutkatastrophe in Pakistan: Caritas erhöht Nothilfebeitrag auf eine Million!

Die Flutkatastrophe in Pakistan scheint kein Ende zu nehmen: wie der Tagesanzeiger berichtet könnte es noch wochenlang weiter regnen (>>> zum Artikel) und es drohen die ersten Seuchen auszubrechen (>>> zum Artikel).

Die Überschwemmungen haben sich weiter in die Region Sind im Süden Pakistans ausgeweitet, von den starken Regenfällen bedroht sind aber auch andere Regionen Asiens. Bisher sind in Pakistan mehr als 1800 Todesopfer zu beklagen und die Zahl der Betroffenen wird auf 20 Millionen geschätzt!

Caritas Schweiz erhöht ihren Nothilfebeitrag auf eine Million Franken und leistet humanitäre Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan und im Nachbarland Indien.
>>> Weitere Informationen zur Nothilfe der Caritas Schweiz vor Ort.

>>> Spenden kannst du online. Hier geht’s lang.
>>> Slideshow “Bilder aus dem Katastrophengebiet”
>>> Slideshow “Flut in Pakistan”

16. August 2010

IKS ROMA, Sofa, Vitez, 10.8.10
ZAVRSNA MANIFESTACIJA / FINAL EVENT

Zum ersten Mal überhaupt findet der Final Event der IKS in der Romasiedlung Sofa statt! Die Kinder legen wert darauf die „Hauptstrasse“ zu fötzelen, sie füllen drei riesige Abfallsäcke. Die Jugendlichen malen ein Plakat und hängen es am Eingang der Siedlung auf „Dobro dosli u Sofu“ / „Willkommen in Sofa“. Bänke werden noch spontan zusammengetragen und improvisiert gebaut, Getränke Schubkarrenweise hintransportiert, die Projektfotos montiert und die Musikanlage installiert. Wieder hat uns ein Nachbar bereitwillig seinen grossen Vorplatz zur Verfügung gestellt! Er selbst ist für die Musikanlage zuständig und hat offensichtlich grossen Spass den Jugendlichen einzuheizen: die Stimmung am Nachmittag ist gigantisch!

Um 15:00 kommen wir alle zusammen in Sofa an: die IKSler aus Vitez und Vares und die Romagruppe. Vorher haben wir in der Stadt gemeinsam angeschaut, was die IKS-Vitezani während den letzen vier Wochen realisiert haben. Als Begrüssungsgeschenk gabs für jeden und jede IKSlerin ein selbstbedrucktes T-shirt mit IKS-Logo. Die Einwohner von Sofa haben schön geguckt als da knapp 80 gleich „be-t-shirt-e“ Jugendliche in ihre Siedlung Einzug hielten!

Zur feierlichen Eröffnung des Programms singen wir gemeinsam den IKS-Song! Nachdem wir in Vares schon einmal geübt haben, klappt das ganz gut! Ganz ohne Texthilfe geht aber noch nicht!

Nachdem die Jugendlichen ihre Projekte den Anwohnern, den Gemeindevertretern und den Medien präsentiert haben gibt es eine Pause. Sandwitchs liegen bereit, die Buffetbedienung kommt kaum nach mit der Brauseproduktion, die Kinder bekommen sind unersättlich! Die Musik wechselt zwischen Volksmusik und amerikanischem Pop, für jeden Geschmack das richtige, die Jugendlichen tanzen ebenso wie die Sofa-Bewohnerinnen.

Abgeschlossen wird der offizielle Teil des Final Events heute mit einer weiteren Aufführung der Choreografie, welche die Roma-Tanzgruppe mit den SchweizerInnen einstudiert hat. Nachdem die Kindertanzgruppe den Auftakt gab und ihre Sache wirklich gut machten, haben wir erst recht Bammel… Aber Hauptsache ist: Das sich alle prächtig amüsieren! Und das tun wir! Der offizielle Teil wird von Spontanität abgerundet, die Jugendlichen aus Vitez und Vares singen, grad so wie sie Lust haben und wer sich hinter’s Mikrofon getraut! Sie werden laut gefeiert!

>>> Link: Weitere Berichte aus den IKS findest du hier

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