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EIN AUS
 
2. September 2010

Dieses Wochenende findet in Stans der Kulturwink statt. Für unseren youngCaritas-Stand suchen wir dringend noch eine Helferin oder einen Helfer, der uns beim Einrichten, Informieren und Standhüten hilft.

Zeit und Lust? Bitte melde dich direkt bei mir: adeflorin@caritas.ch

31. August 2010

Ikwotos liegt in einem breiten Tal, flankiert von zwei hohen Bergketten. Diese Bergketten bescheren dem Tal in der Regenzeit viele Niederschläge. In der Trockenzeit dagegen versiegen in der Talebene sogar die Flüsse. Die Wasserversorgung für die Siedlungen beschränkt sich dann auf die wenigen handbetriebenen Bohrlöcher. Diese sind sehr anfällig und auch oft kaputt und somit der Zugang zu sauberem Wasser nur unzureichend. Um diesem Misstand entgegenzuwirken, hat Caritas vor 2 Jahren ein vergleichsweise sehr grosses und anspruchsvolles Projekt, mit dem Titel „Safe water for Ikwotos“, gestartet.

Ein Quellbach, der beim gegenüberliegenden Hochplateau entspringt, führt ganzjährig genügend Wasser für die Leute in Ikwotos und 3 anderen Siedlungen. Am Hang auf ca. 1000 Meter über Meer wird das Wasser gefasst und in einem Sedimentationstank von Schwebepartikeln befreit. Vom Tank geht’s in die ca. 17 km lange Hauptleitung den Hang runter. Zu passieren gibt es mehrere Zwischenanstiege und Flussbette, 3 Dörfer, die an die Leitung angeschlossen sind, eine Grabstätte und ein Flugfeld. In Ikwotos wird das Wasser am anderen Hang wieder in die zwei ca. 900 Meter über Meer gelegenen Reservoire à je 180m3 hoch geleitet. Die Reservoire sind nötig, um den Wasserbedarf in Ikwotos auch während den Spitzenzeiten zu decken. Vom Reservoir aus wird das Versorgungsnetz in der Stadt gespiesen, welches als Ringnetz mit Stichleitungen ausgelegt ist. An 27 Stellen werden in Ikwotos Wasserkiosks mit je 4 Wasserhähnen eingerichtet. Dort können die Bewohner gegen eine kleine Gebühr ihre jerry cans mit sauberem Wasser füllen. Zusätzlich zu den Kiosks werden wichtige Einrichtungen wie Schulen, Spitäler oder die Polizeistation mit einem „Hausanschluss“ versorgt.

Besonders die baulichen Arbeiten bei der Wasserfassung und beim Reservoir waren logistisch eine riesige Herausforderung. So musste jeder Zementsack, jedes Leitungsrohr, jedes Brett und jede Schraube mit zu Fuss hoch getragen werden. Meistens wird diese Arbeit von den Frauen erledigt. Ohne grosse Anstrengungen setzen sie sich die 50kg-Zementsäcke auf den Kopf und marschieren in Flipflops die schmalen und steinigen Wege hoch (die ich als hochgebirgstauglicher und -erprobter Schweizer nur mit Raichle-Bergschuhen begehe).

Ein sehr wichtiger Aspekt am ganzen Projekt ist der Betrieb und Unterhalt des ganzen Systems. Dazu werden schon während der Bauphase die operationellen Strukturen und Soft-skills, welche für den Fortbestand des Wassernetzes unablässig ist, mit und durch die Gemeinde aufgebaut. Dies stellt eine mindestens so grosser Herausforderung dar wie das Bauwerk selber, da selbst grundlegendste Dinge wie beispielsweise das Wasserpreismodell (verbrauchsabhängig, Flatrate pro Haushalt, Flatrate pro Haushaltsmitglied usw.) die Leute vor unbekannte und ungeahnte Hindernisse stellt.

Auch wenn das Netz im Dorf noch im Bau ist, so schafft es das Wasser doch bereits zu den drei Dörfern, wo bereits Wasser bezogen werden kann, und zur Flugpiste bei Ikwotos. Über einen Washout wird dort Wasser in einen Fluss abgegeben, was bereits äusserst intensiv und vielseitig genutzt wird. Insofern kann man schon vor der Fertigstellung des Projektes von einem Vollerfolg für Frau, Kind und Rind sprechen…

Herzliche Grüsse und auf bald! David

25. August 2010

Liebe Blog-Leser! Aus aktuellem Anlass publiziere ich heute einen Beitrag einer Bekannten, der Pakistanerin Saman Ikram. Der Beitrag ist in Englisch geschrieben.

“I am writing to you, as a citizen of Pakistan, as a Yale graduate student, and as an environment professional aspiring to bring the climate and clean energy agenda to the fore – but above all I write to you as a citizen of the world.

The world must not let the focus on Pakistan’s corrupt elite and government and the image of militancy, let millions of innocent women and children suffer for no fault except the fact they are in a disaster stricken region. To be born into vulnerability in a country that has a bad public face should not be held against them. On the contrary, scarily enough right now it is these very radical groups who have the ‘most’ outreach at present…and are giving aid and food to the helpless starving masses. (This is a sad fact journalists covering the sites have personally corroborated, in terms of visibility in remote areas). The UN is appealing for more helicopters, more aid – because of the scale – there is not enough outreach. There is simply ‘not enough.’

Pakistan versinkt in der Katastrophe (Photo: www.irinnews.org)

Our common humanity matters more and tackling climate change is the greatest opportunity in this age of information and innovation. I ask the development community as fellow ‘humans’ as environmental stewards, to use the power of social networks, their expertise and their influence to lend a united voice to UN Chief, Ban ki Moon’s heartfelt appeal, the appeal of every flood affectee and those battling hard to save lives in what is Pakistan’s ground zero. This is a “global disaster” and global warming will bring more of them. Climate change poses the biggest threat to all nations, and building climate resilience in tandem with mitigation could be a key solution for tackling it, because it is both preemptive and adaptive.

I reach out to you, in this dark hour of a silently rising leviathan of a humanitarian crisis – something I have never seen in my lifetime. I write to you with positive confidence, that with sustainable collective effort ‘we’ can make it better together and ‘give people the courage to live with confidence in the face of change’. We cannot in all conscience let the negative forces win.

Sincerely,
Saman Ikram”

>>> Blogs, Infos, Spendenmöglichkeiten: www.mosharrafzaidi.com
>>> Übersichtskarte mit Berichten http://pakreport.org
>>> So hilft die Caritas
>>> Spenden und Mithelfen

25. August 2010

Caritas Schweiz sammelt gebrauchte, noch gut erhaltene Textilien und Schuhe für Benachteiligte in der Schweiz und im Ausland. Die Kleiderhilfe ist Nothilfe und Umweltschutz zugleich. Am Samstag, 4. September findet in der Kleiderzentrale Waldibrücke der Tag der offenen Tür statt – eine ideale Gelegenheit, um zu sehen, welche Kleider gesammelt und verwertet werden!

>>> Weitere Infos

25. August 2010

Caritas Schweiz weitet die Nothilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan in den Süden des Landes aus. Mit dem neuen Projekt erhalten 950 Familien in der Provinz Sind Material für Notunterkünfte und Hygieneartikel. Damit erhöht Caritas ihre Nothilfe, die sie mit Unterstützung der Glückskette realisiert, auf einen Umfang von 2,2 Millionen Franken.

Die Überschwemmungen in Pakistan weiten sich immer mehr in den Süden des Landes aus. Millionen von Menschen sind nun auch hier auf unmittelbare Überlebenshilfe angewiesen. Caritas Schweiz weitet daher ihre Nothilfe aus und startet ein zusätzliches Projekt in der Provinz Sind. Viele Betroffene haben ihre Häuser in den Fluten verloren.

Caritas unterstützt 950 Familien im Distrikt Khipur mit Material und Werkzeug für den Bau einer provisorischen Unterkunft, die Schutz gegen Regen und Sonne sowie den besonders für Frauen wichtigen Sichtschutz bietet. Zudem wird den Familien ein Hygieneset abgegeben, das unter anderem Wasserreinigungstabletten, Medikamente gegen Durchfallerkrankungen sowie Seife und Tücher enthält. Der Bau von 680 provisorischen Latrinen und Waschanlagen verbessert die prekäre hygienische Lage von 1300 Familien. Caritas Schweiz führt dieses Projekt im Umfang von 1 Million Franken zusammen mit der amerikanischen Caritas (CRS) durch.

>>> Weitere Informationen zur Hilfe der Caritas
>>> Spenden und Mithelfen

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