Jede zehnte Person in der Schweiz gilt als arm.
Ene mene mu und raus bist du! Armut ist jung. Armut ist vor allem weiblich. Armut ist vererblich. Armut macht krank. Armut grenzt aus. Und Armut zeigt sich in vielen verschiedenen Gesichtern.
Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, was es bedeutet, in unserem Land arm zu sein. Die Europäische Union hat nun das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung erklärt.
Bis 2020 soll die Armut in der Schweiz halbiert werden!
Caritas Schweiz will die Zahl der Armen in der Schweiz bis 2020 halbieren und das Risiko der sozialen Vererbung von Armut deutlich zu verringern. Sowohl Wirtschaft und Politik als auch zivilgesellschaftliche Akteure müssen nun handeln, um dieses Ziel zu erreichen.
Politik und Wirtschaft sind gefordert:
- Bund und Kantone müssen alljährlich Rechenschaft darüber geben, was sie zur Bekämpfung der Armut unternehmen.
- Die Sozialhilfe soll nach landesweit einheitlichen Grundsätzen festgelegt werden.
- Sozialfirmen müssen gefördert werden, damit Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, Arbeit und soziale Integration finden.
- Bund und Kantone müssen dafür sorgen, dass alle einen Berufsabschluss machen können.
Caritas Schweiz engagiert sich:
- Wir schaffen Sozialfirmen mit rund 1000 Arbeitsplätzen.
- Wir verstärken unsere Sozialberatung für Familien, die in Armut geraten.
- Wir verdoppeln die Zahl der Caritas-Märkte, wo arme Menschen günstig einkaufen können.
- Wir beobachten und überprüfen die Anstrengungen von Bund und Kantonen in der Armutspolitik.
Aktuelle Informationen zur Kampagne “Armut halbieren” gibt’s hier im Blog und auf der Website: >>> www.armut-halbieren.ch
>>> SR DRS: Ist Armut in der Schweiz wirklich ein Problem?
>>> SR DRS: Alltag einer armen Familie im Thurgau
>>> Infoservice Armut in der Schweiz







