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PROJEKTEINSATZ IN ÄTHIOPIEN
Donnerstag, den 12. August 2010

Hier ein Foto, das bei einer Abschiedszeremonie an einer der Schulen aufgenommen wurde. Wir tragen traditionelle Kleider, die wir als Geschenke bekommen haben.
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Liebe Leser/innen unseres Blogs!
Nun ist unsere aufregende Zeit in Äthiopien schon vorbei. Vielen Dank für euer Interesse an unseren Erfahrungen und Erlebnissen während den fünf Wochen. Wir drei werden diese Zeit nie vergessen und wenn möglich irgendwann in dieses wunderbare Land zurück kehren.
Mit vielen Erfahrungen bereichert kehren wir in die Schweiz zurück und werden bestimmt noch viele Male an die vielen Freunde, Bekannte und auch Fremden zurückdenken, mit denen wir Zeit verbringen durften.
Die dunkle Haut der Menschen vermissen wir jetzt schon etwas und auch das Schweizerdeutsch hört sich in unseren Ohren noch etwas komisch an.
Vielen Dank!
Carla, Jenny, Martina
>>> Alle Berichte des Projekteinsatzes findest du hier.
Kategorie PROJEKTEINSATZ IN ÄTHIOPIEN | 0 Kommentar » | von sara
Autorenbiographie: Sara arbeitet bei youngCaritas, findet das Reisen mit dem Rucksack in aller Welt, Gewitternächte im Sommer, Milky Way und Wasabi (nicht zusammen), Rennvelo-Touren im Jura, youngCaritas-Award-Projekte wie THE TRIP 09, farbige Sonnenbrillen und Bangkok super. Dafür bringen sie laute Nachbarn, mürrische Antworten, Unpünktlichkeit, gierige wohlhabende Mitmenschen, Würmer im Broccoli, Schlägertypen und verregnete Sommertage auf die Palme.
Donnerstag, den 12. August 2010
Lehrermeeting und Unterrichten
Nachdem wir uns dafür entschieden hatten, den Fokus auf den Englischunterricht zu setzen, begannen wir „speaking activities“ zusammenzustellen, die den Lehrpersonen helfen sollen, die Kinder zum Englisch sprechen zu animieren. Wir kreierten ein Büchlein welches Folgendes beinhaltet: Fragen, worauf die Kinder in Englisch antworten können, verschiedene Spiele, Lieder, kurze Geschichten und Texte. Wir organisierten an beiden Schulen ein Lehrermeeting, um das Büchlein vorzustellen. Im Gespräch erklärten wir, warum wir uns für „speaking activities“ entschieden haben, was das Büchlein beinhaltet und wie damit gearbeitet werden kann. Das Interesse seitens der Lehrpersonen war gross und wir freuten uns auf das kommende Unterrichten, wobei wir den Lehrpersonen exemplarisch zeigen wollten, welche Spiele oder Lieder mit den Kindern erarbeitet werden können.
Das Unterrichten in den Klassen war sehr interessant und für uns eine unglaublich wertvolle Erfahrung. Auch wenn in einigen Klassenzimmern bis zu 60 Kinder waren, konnten die Kinder am Ende der Lektion ein neues Lied auf Englisch singen oder sie haben ein Spiel kennengelernt. Die Lehrpersonen schätzten unsere Form des Unterrichtens sehr und waren interessiert daran, mehr zu sehen.
Trip nach Asebe Tefari
Am Freitag hatten wir als Abschluss unserer dritten Woche in Dire Dawa die Möglichkeit, mit Tafesse Sisay vom HCS Projekte in Asebe Tefari zu besichtigen. Als erstes besuchten wir eine Freizeit- und Ausbildungsstätte für Waisen- und Strassenkinder. Es war sehr eindrücklich, da wir vom Leiter eine differenzierte Einführung erhielten und wir so die Möglichkeit bekamen, das Projekt auch kritisch zu betrachten. Wir waren vom Projekt, wie aber auch vom Engagement des Leiters für die Waisen-und Strassenkinder sehr beeindruckt. Als nächstes besuchten wir eine Klinik und Schule, welche von katholischen Schwestern geführt wird. Es war unglaublich beeindruckend mit welcher Liebe für die Patienten/Patientinnen, die Schwestern von ihrer Arbeit erzählten. Im Anschluss luden uns die Schwestern zu einer traditionellen Kaffeezeremonie mit Popcorn und Gebäck in ihr Wohnhaus ein. Die herzliche Gastfreundschaft der Äthiopier/innen geniessen zu können ist jedes Mal wunderschön. Da Asebe Tefari ca. vier Stunden von Dire Dawa entfernt liegt, übernachteten wir in einem Hotel und reisten erst am Samstag zurück. Während der langen Autofahrt durften wir die Sicht auf die umwerfende Landschaft geniessen.
Lokale Gastfreundschaft
Während unseres Aufenthaltes in Dire Dawa wurden wir unzählige Male zum Essen, zu einer Kaffezeremonie oder zum gemeinsamen Zeit verbringen eingeladen. Am Sonntag waren wir bei Megedes eingeladen. Sie arbeitet an der Bisrate Gabriel School und bereitet in den Pausen das Znüni und die Getränke für die Schulkinder vor. Obwohl sie kein Englisch spricht und wir kein Amharisch, durften wir bei ihr Zuhause einen wunderschönen Nachmittag erleben. Als wir das Zimmer betraten, war es dekoriert und das Essen bereits auf dem Tisch angerichtet. Unzählige Köstlichkeiten konnten wir geniessen. Es gab gebratene, gekochte und frittierte Kartoffeln, Tibs (Fleisch), „Toorowat“: viele Stunden lang gekochtes Hünchenfleisch (Spezialität), Salat, Injera, Brot, Shiro, frittierte Spinattaschen, Reis und Gemüse. Es war wie im Schlaraffenland!!!
Wir spielten mit den Kindern mit unseren mitgebrachten Ballonen und unterhielten uns auf Amharisch/Englisch. Dies war eine sehr schöne Erfahrung. Nach dem Essen gab es noch die traditionelle Kaffeezeremonie. Zuerst werden die Bohnen geröstet und wir mussten daran riechen. (Damit beginnt die Zeremonie) Dann wird der Kaffe in kleinen Tassen ausgeschenkt. Meist wird die Tasse dann drei Mal gefüllt. Zweimal voll und einmal nur halbvoll. In den Kaffee gehört sehr, sehr viel Zucker. Zum Kaffee wird Popcorn und süsses, frittiertes Gebäck serviert. Diese herzliche und ehrliche Gastfreundschaft beeindruckt uns sehr.
>>> Weitere Berichte vom Projekteinsatz liest du hier nach
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Autorenbiographie: Sara arbeitet bei youngCaritas, findet das Reisen mit dem Rucksack in aller Welt, Gewitternächte im Sommer, Milky Way und Wasabi (nicht zusammen), Rennvelo-Touren im Jura, youngCaritas-Award-Projekte wie THE TRIP 09, farbige Sonnenbrillen und Bangkok super. Dafür bringen sie laute Nachbarn, mürrische Antworten, Unpünktlichkeit, gierige wohlhabende Mitmenschen, Würmer im Broccoli, Schlägertypen und verregnete Sommertage auf die Palme.
Montag, den 2. August 2010
Nachmittag mit den Schulkindern
Für die Kinder der Abune Andreas School (ca. 200 Kinder) haben wir einen freiwilligen Spielnachmittag organisiert. Nachdem unser Vorhaben erst am Morgen in den verschiedenen Klassen der Schule verkündet wurde, waren wir sehr überrascht, wie viele Kinder gekommen sind. Als wir etwas zu früh an der Schule eintrafen, warteten einige schon vor dem Schultor auf uns. Wir haben verschiedene Spiele, die wir von der Schweiz her kennen, vorbereitet und mit ihnen gespielt. Besonders beliebt waren UNO und die Fadenspiele. Je mehr Zeit vergangen war, desto offener und mutiger wurden die Kinder und auch die kleinen haben ihre besten Englischkenntnisse gezeigt. Vieles wurde aber auch einfach durch Körpersprache abgesprochen und so kam es, dass wir Spiele spielten und Sprüche mitsagten und eigentlich nicht wussten, was wir genau machen. Deshalb konnten auch wir von den Kindern profitieren und lernten einige äthiopische Spiele kennen. Einige der Spiele oder Lieder sind zu unserer Überraschung sehr mit den Spielen, die wir von der Schweiz kennen verwandt. Zum Beispiel wird das Spiel „De Fuchs gaht ume“ mit denselben Regeln auch auf Amharisch gespielt. Auch „Gummitwist“ ist vor allem bei den Mädchen sehr beliebt und einige der Hüpfmuster kamen uns bekannt vor. Leider hatten wir keine Fuss- und Volleybälle zur Verfügung. Ansonsten wären einige der Kinder bestimmt noch viel länger geblieben. Die vielen lachenden Gesichter der spielenden Kinder werden wir so schnell nicht mehr vergessen.
>>> Was die drei angehenden Lehrerinnen sonst noch in Äthiopien erleben, liest du hier.
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Autorenbiographie: Sara arbeitet bei youngCaritas, findet das Reisen mit dem Rucksack in aller Welt, Gewitternächte im Sommer, Milky Way und Wasabi (nicht zusammen), Rennvelo-Touren im Jura, youngCaritas-Award-Projekte wie THE TRIP 09, farbige Sonnenbrillen und Bangkok super. Dafür bringen sie laute Nachbarn, mürrische Antworten, Unpünktlichkeit, gierige wohlhabende Mitmenschen, Würmer im Broccoli, Schlägertypen und verregnete Sommertage auf die Palme.
Dienstag, den 27. Juli 2010
Khat
Es ist Nachmittag nach zwei Uhr; Die Strassen sind leer…
Nun haben wir auch herausgefunden, was vor allem die Männer zu dieser Zeit betreiben. Nach dem Mittag treffen sie sich, selten sind auch Frauen mit dabei, in Gruppen und geniessen zusammen Khat. Dies ist eine Pflanze, die gekaut wird und eine beruhigende, später im Zusammenhang mit Bier auch aufweckende Wirkung hat. Dabei wird diskutiert, Kaffee getrunken und Fernsehen geschaut und das kann bis zu 5 Stunden dauern.
Die Äthiopier sind sehr gastfreundlich und wir wurden auch schon zu einer solchen Nachmittagsbeschäftigung eingeladen. Es war sehr spannend und bereichernd, aber auch etwas befremdend für uns. Der bittere Geschmack des Khat’s haben wir mit vielen Süssgetränken und Zigaretten verdrängt. Das Beisammensitzen mit Freunden fanden wir sehr schön. Jedoch hat das Khat kauen auch einen grossen negativen Aspekt. Es kann abhängig machen und viele konsumieren dieses täglich und sitzen so den ganzen Nachmittag nur herum.
Ausflüge
An den Wochenenden konnten wir ausserdem schon einige Ausflüge unternehmen. Dabei sind auch immer schon die Fahrten über holperige Strassen und durch einsame Landschaften sehr eindrücklich. Die Menschen winken uns von überall her zu und wir hatten bis jetzt wohl auch etwas Glück, dass wir in noch keinen Unfall oder einer Panne verwickelt waren.
Letztes Wochenende haben wir Harar besucht. Das ist ein Städtchen mit grossem historischem Hintergrund. Harar ist von einer Stadtmauer umgeben, die anscheinend vor 1000 Jahren gebaut wurde. Die Mauer und ihre fünf Tore sind noch sehr gut erhalten. Ansonsten ist die Stadt sehr hektisch und leider durch den Tourismus etwas beeinflusst worden. An jedem Ecken wir etwas zum Verkauf angeboten und wenn man es nicht will, wird es einem in die Hand gedrückt.
Cave Painting Laga Oda war unser zweiter Ausflugsort. Mit einer Gruppe Irländer, die in Dire Dawa ein Projekt mit Strassenkindern durchführen, konnten wir diese Höhlen besuchen. Etwas irritierend war die abgeschlossene Tür, die mitten im Weg vor den Höhlen stand. Aber wir wurden nach einigen Diskussionen und etwas Geld doch eingelassen. In diesem Cave wurden uralte Malereien gefunden. Vor allem waren dabei verschiedene Tiere zu erkennen. Auf dem Weg zu den Höhlen mussten wir noch etwas laufen und wurden dabei von einer Schar Kindern begleitet, die dann aber zu unserem Entsetzen mit Steinen verjagt wurden.
>>> Link: Weiteren Berichte über unseren Einsatz
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Autorenbiographie: Sara arbeitet bei youngCaritas, findet das Reisen mit dem Rucksack in aller Welt, Gewitternächte im Sommer, Milky Way und Wasabi (nicht zusammen), Rennvelo-Touren im Jura, youngCaritas-Award-Projekte wie THE TRIP 09, farbige Sonnenbrillen und Bangkok super. Dafür bringen sie laute Nachbarn, mürrische Antworten, Unpünktlichkeit, gierige wohlhabende Mitmenschen, Würmer im Broccoli, Schlägertypen und verregnete Sommertage auf die Palme.
Montag, den 26. Juli 2010
Unsere Arbeit in den Schulen
Für unser Projekt arbeiten wir an zwei verschiedenen Schulen in Dire Dawa. Diese privaten, christlichen Schulen veranstalten während den Sommerferien Kurse für Kinder aus verschiedenen Schulen, um Stoff nachzuholen und sich auf das nächste Jahr vorzubereiten.
In der ersten Woche haben wir viele verschiedene Klassen besucht und interessante Gespräche mit den Lehrpersonen führen können. So konnten wir uns einen Einblick in das Schulsystem von Äthiopien bzw. Dire Dawa verschaffen. Dabei sind uns zwei Sachen besonders aufgefallen:
Zum einen sind die meisten der Lehrpersonen nicht freiwillig Lehrer / Lehrerinnen geworden, sondern wurden von der Regierung zu diesem Studiengang eingeteilt. Dies widerspiegelt sich sehr in der Motivation einiger. Obwohl man das nicht verallgemeinern darf und es auch sehr gute Lehrpersonen hat. Ausserdem sind wir überrascht, wie gut die Äthiopischen Lehrmittel sind. Nur leider halten sich viele nicht an diese.
Wir konnten ebenfalls beobachten, dass sie beim Erlernen einer Fremdsprache sehr auf die Grammatik fokussieren. Wir haben es uns nun zur Aufgabe gemacht, Aufgaben zum Bereich des Mündlichen zusammenzustellen. Somit können wir ihnen hoffentlich etwas näher bringen, dass es sehr wichtig ist, dass die Kinder zum Sprechen in der Fremdsprache kommen. Wir erhoffen uns so, diesen Lehrpersonen etwas geben zu können, dass auch nach unserer Abreise Verwendung finden wird.
Ansonsten erleben wir die Lehrpersonen als sehr interessiert und kommunikativ. Jeden Tag erwarten uns neue Überraschungen und Herausforderungen. Momentan sind zum Beispiel die Oberstufen Lehrpersonen der einen Schule in Streik gegangen, da sie mit ihrem Lohn nicht einverstanden sind.
>>> Link: Weiteren Berichte über unseren Einsatz
>>> Link: Informationen zu den von Caritas Schweiz unterstützten Schulen, wo wir arbeiten
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Autorenbiographie: Sara arbeitet bei youngCaritas, findet das Reisen mit dem Rucksack in aller Welt, Gewitternächte im Sommer, Milky Way und Wasabi (nicht zusammen), Rennvelo-Touren im Jura, youngCaritas-Award-Projekte wie THE TRIP 09, farbige Sonnenbrillen und Bangkok super. Dafür bringen sie laute Nachbarn, mürrische Antworten, Unpünktlichkeit, gierige wohlhabende Mitmenschen, Würmer im Broccoli, Schlägertypen und verregnete Sommertage auf die Palme.
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