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EIN AUS
 

NEWS AUS PAKISTAN

Samstag, den 28. Februar 2009

Etliche Monate liegen zwischen meinem letzen Blog Eintrag und heute. Monate in denen viel geschehen ist und in denen ich unbezahlbare Erfahrungen für mein Leben sammeln konnte. Heute nun werde ich mich von Caritas Schweiz verabschieden. Ein Abschied der mir sehr schwer fällt. Die Arbeit im Team in Mansehra und die Zusammenarbeit mit der Zentrale in Luzern waren phantastisch. Immer wieder ist es uns im Team gelungen auf veränderte Umstände zu reagieren und dabei sind wir unserem Ziel, für die notleidende Bevölkerung in Pakistan 40 Schulen zu bauen, mit grossen Schritten näher gekommen.

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Aufgehört mit dem bloggen habe ich als wir uns nach Islamabad zurückziehen mussten. Damals war die Sicherheitslage in Mansehra im Umbruch und für eine gewisse Zeit war unklar wie sich die Zukunft gestalten wird. Riesige Unterstützung haben wir in dieser anspruchsvollen Zeit von unserem lokalen Team erfahren, die unter schwierigen Umständen mit grosser Begeisterung, Eigeninitiative und Pflichtbewusstsein an der Arbeit waren. Glücklicherweise konnten wir bald wieder nach Mansehra zurückkehren und somit auch selber wieder auf den Baustellen präsent sein.

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Die Fahrten zu den Baustellen waren jedes Mal wieder toll. Die Landschaft in Pakistan verändert sich alle paar Wochen total. Karge Felder, Maisfelder, Regenwolken, Reisfelder und schon bald wieder karge Felder. Manchmal hätte ich wohl ohne unsere Site-Ingenieure den Weg zu den Baustellen kaum mehr gefunden. Es war ja längst nicht so, dass alle unsere Baustellen an der Strasse lagen und auch dann noch war natürlich nach einem Regentag nicht mehr daran zu denken auf dem glitschigen Lehmboden zu fahren. An diesen Tagen waren unsere Unternehmer, die das Material mit Eseln zu den Bauplätzen transportierten mussten, im Vorteil!

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In der Zwischenzeit haben wir 16 Schulen abgeschlossen und an die Behörden übergeben. Es ist schön zwischendurch bei diesen Schulen vorbei zu gehen und zu geniessen, wie die Kinder auf dem Pausenhof spielen, die beschriebenen Wandtafeln zu bewundern oder einer Klasse beim Englischlernen zuzuhören. Schöne Momente sind auch die der Eröffnung der Schulen, die glitzernden Augen der Kinder, die stolzen Bewegungen der Lehrer und die lobenden Worte der Ehrengäste sind Ausdruck der Freude und Dankbarkeit der pakistanischen Bevölkerung für unseren Beitrag am Wiederaufbau.

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Aus beruflicher Sicht war der Bau der High School in Khairabad eines meiner Highlights. In weniger als sechs Monaten ist es uns gelungen vier Module mit insgesamt 14 Klassenzimmern zu bauen. Der Weg nach Khairabad verläuft die letzte halbe Fahrstunde durch ein mehr oder weniger ausgetrocknetes Flussbett. Im Sommer hat es einen Monat lang beinahe ununterbrochen und heftig geregnet. Die Leistung die unsere lokalen Mitarbeiter und unser Bauunternehmer mit seinen weit über hundert Arbeitern an diesem Ort erbracht haben ist einzigartig. Dementsprechend gross war die Unterstützung der lokalen Bevölkerung und die Freude bei den Behörden anlässlich der Eröffnung. Eindrücklich für mich war es anlässlich der wöchentlichen Baustellenbesuche den Bauablauf nahe mit zu verfolgen. Es hat Mut und Zuversicht gebraucht diesen Prozess zu steuern, viel gutes Zureden und Motivation, einen riesigen Einsatz unserer Mitarbeiter und natürlich auch eine Prise Glück.

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Besuche von Donatoren haben aufgrund der angespannten Sicherheitslage im vergangenen Jahr nur wenige stattgefunden. Es ist eine grosse Herausforderung neben dem ungebremst fortschreitenden Tagesgeschäft Besucher im Büro und im Feld zu begleiten. Anlässlich eines umfassenden Evaluationsbesuches der Glückskette konnten wir alle unsere Projekte vorstellen und haben ein sehr positives Feedback erhalten was uns natürlich sehr gefreut hat.

Neben der Arbeit gab es in Mansehra nicht viel zu erleben, abgesehen von den wenigen Ausflügen auf den lokalen Markt. Umso mehr habe ich die Abende zusammen mit Thomas – dem zweiten Delegierten der Caritas Schweiz – und unseren Kollegen von der DEZA genossen. In dieser kleinen Gruppe an verbleibenden Expats haben wir uns an die Schweiz erinnert und zusammen Bärner-Platte, Bratwürste oder Zopf gegessen. Willkommene kulinarische und gesellschaftliche Abwechslungen!

Unsere Arbeit vor Ort ist nicht zu Ende. Caritas Schweiz wird bis Ende 2009 in Mansehra präsent sein. Thomas war nun während einigen Wochen alleiniger Delegierter vor Ort. In wenigen Tagen wird unser neuer Delegierter Silvio zu ihm stossen. Es war schön, dass ich Silvio in Luzern noch einige meiner Erfahrungen weitergeben durfte. Nun bleibt mir nur noch dem ganzen Team weiterhin viel Erfolg zu wünschen! Toi, toi, toi.

Herzliche Grüsse
Simon

Mittwoch, den 14. Mai 2008

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Während den letzen Wochen ist einiges geschehen! Zwei Wochen davon war ich im Urlaub. Mohammad unser ehemaliger Chef Ingenieur hier im Projekt hat uns zu sich in den Iran eingeladen. So sind wir zu viert zwei Wochen durch den Iran gefahren und haben enorm viele Eindrücke sammeln können! Kurz nach meiner Rückkehr nach Pakistan haben wir Besuch erhalten vom Head Quarter von Caritas Schweiz. Der Leiter des Bereichs Internationale Zusammenarbeit und die stellvertretende Abteilungsleiterin der Katastrophenhilfe haben sich während einigen Tagen ein Bild von unserer Arbeit gemacht. Wir durften im Anschluss daran ein sehr positives Feedback entgegennehmen, was uns natürlich sehr gefreut hat. Während diesem Besuch konnten wir unsere erste fertige Schule besichtigen, nämlich GBPS Bararkot. Dazu werde ich in Kürze mehr schreiben! Am letzen Freitag konnten wir mit ERRA (Earthquake Reconstruction and Rehabilitation Authority) ein Memorandum of Understanding (MoU) unterschreiben für den Bau von vierzehn weiteren Schulen. Ein MoU ist ein offizielles Dokument welches bestätigt, dass sich Caritas Schweiz verpflichtet diese Schulen zu finanzieren und zu bauen. Hoffentlich können wir sie ende Jahr übergeben.

Ich versuche mich nun wieder regelmässiger im Blog zu melden. Anfangs Jahr war die allgemeine Lage hier sehr gespannt. Seit einigen Wochen entspannt sie sich aber zunehmend und wir freuen uns sehr darauf bald wieder voll im Feld präsent sein zu können!

Freitag, den 28. März 2008

Zuerst einmal ein Sorry für den längeren Unterbruch im Blog. Eine Woche davon war ich in der Schweiz in den Ferien und habe es sehr genossen viele Freunde und Verwandte zu treffen! Vielleicht habt ihr es den Medien entnommen, dass sich in letzer Zeit in Pakistan einiges geändert hat. Leider gibt es seit einiger Zeit wieder mehr Anschläge und dies zunehmend auch in Gebieten in denen wir tätig sind.

Vor einigen Wochen forderte ein brutaler Anschlag auf eine NGO mehrere Tote und Verletzte. Daraufhin hat sich die NGO und INGO Gemeinschaft in Mansehra entschieden vorübergehend die Büros zu schliessen und die internationalen Mitarbeiter nach Islamabad abzuziehen. Davon waren natürlich auch wir betroffen.

Kurze Zeit nach dem Anschlag konnten wir aber die Sicherheit unserer lokalen Ingenieure wieder voll gewähren, dies vor allem, weil sie ja im Gegensatz zu uns Ausländern bei den Baustellenbesuchen viel weniger auffallen und die lokalen Gegebenheiten besser kennen und zu deuten wissen. So konnten wir die Arbeit im Feld auch ohne grössere Auswirkungen fortführen – was ihr auch auf dem Bild von Pore sieht!

blog Pakistan

Wir freuen uns enorm, dass diese Schule schon sehr bald fertig sein wird.

Für mich heisst das aber, dass ich im Moment mehrheitlich von Islamabad aus arbeite. Ich fahre zur Zeit alle zwei Wochen für ein paar Tage nach Mansehra um die Baustellen zu besichtigen und die Unternehmer zu treffen. Dies garantiert, dass wir weiterhin nach unseren Standards und Vorgaben arbeiten können und die Qualität sichern. Ziel ist nach wie vor, dass wir alle unseren geplanten Schulhausbauten Ende 2009 abschliessen können.

>>> Unser Blogger in Pakistan

Mittwoch, den 12. März 2008

youngCaritas-Blog

Die jüngste Attentatsserie in Pakistan beeinträchtigt auch die Arbeit der Caritas. Am Dienstag wurde in Lahore das Büro der Caritas Pakistan bei einem Selbstmordattentat auf das benachbarte regionale Hauptquartier des pakistanischen Kriminalamtes schwer beschädigt. Zwei lokale Caritas-Mitarbeiter erlitten Verletzungen.

Caritas Schweiz hat ihre beiden schweizerischen Delegierten vorübergehend aus Mansehra nach Islamabad zurückgezogen – darunter auch unseren Bloger. Die Wiederaufbauarbeiten laufen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen dennoch weiter. Wir halten euch auf dem Laufenden.

>>> Caritas Schweiz Medienmitteilung vom 12. März 2008

Donnerstag, den 14. Februar 2008

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Lange hat es gedauert aber nun geht es ploetzlich ganz schnell. Innerhalb von zwei Wochen haben wir die Muster der Dachträger bei fast allen Unternehmern anschauen können. Wie ihr auf dem Bild sieht ist in GBPS Pore bereits ein Musterträger installiert. Wenn ihr genau schaut seht ihr, dass noch nicht alles stimmt und fertig ist, es ist aber auf sehr guten Wegen!

Die Träger werden noch mit Korrosionsschutz bemalt und schon bald können die meisten Dächer installiert werden. Danach wird die Arbeit einiges einfacher sein, denn viele der Abschlussarbeiten können anschliessend im Trockenen erledigt werden. Im Moment ist es oft sehr regnerisch und nebelverhangen und nachts eigentlich immer gefroren.

Diese Woche beginnen die Verhandlungen für die nächste Bauphase. Voraussichtlich werden sie sich wegen den bevorstehenden Wahlen ein bisschen in die Länge ziehen, wir erwarten aber, dass wir Mitte März die nächsten Schulen starten koennen.

Daneben laeuft im Moment das Assessment für zukünftige Bauplätze auf Hochturen. Im Moment sind immer mindestend ein, meistens zwei Teams unterwegs um die Bauplätze auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.

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