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NEWS AUS MEULABOH
Mittwoch, den 16. Dezember 2009
Eigentlich ist es jetzt etwas spät einen Blog zu starten, so auf Ende Jahr hin, kurz vor den Weihnachtsferien. Nichtsdestotrotz denke ich, es gibt allerhand nachzuerzählen, was alles seit der grossen Einweihungsfeier und Evas Abschied im März passiert ist. Ein kleiner Jahresrückblick, sozusagen.
Eva hat mir also im März das Livelihood Projekt und die Begünstigten-Administration im Umsiedlungsgebiet und Wiederaufbauprojekt in Blang Beuradnang übergeben. Ich meinerseits konnte die Betretung der Projekte, die wir mit Partnerorganisationen umsetzen an meinen indonesischen Kollegen Cipto Leksono übergeben. Diese Partnerprojekte werden immer wichtiger, weil sich Caritas Schweiz – 5 Jahre nach dem Tsunami – schrittweise aus der Region zurückziehen möchte und nur noch über Partnerorganisationen implementieren wird (aber dazu mehr ein ander Mal). Vorerst sind wir ja noch da, mit unserem Büro, den 42 indonesischen Angestellten und 4 internationalen Delegierten. Und es gibt auch noch Einiges zu tun in den kommenden Monaten.
 Blang Beurandang II - Sicht von Oben / Treffpunkt am Nachmittag vor dem Haus
Die Zeit vom März bis Mai dieses Jahres war immer noch sehr geprägt von den Hausübergaben an die Begünstigten (mit der Unterzeichnung der Dokumente, Schlüsselübergabe und den Interviews). Das hiess aber nicht, dass ab Mai alle direkt in ihre Häuser eingezogen sind, denn viele hatten ihre Kinder noch in anderen Schulen, Mieten, die sie schon im Voraus bezahlt hatten oder sie arbeiteten in anderen Gebieten. So kam es, dass im Juni die Hausbezugsrate in Blang Beurandang erst bei 68% lag; respektive 845 von 1048 Häusern bewohnt wurden. Aber man konnte bereits beobachten, dass es jede Woche lebendiger zu und her ging und immer mehr Leute einzogen. Im September mussten wir dann doch noch etwas nachhelfen indem wir einen sogenannten „warning letter“ an die unbewohnten Häuser hefteten um den Begünstigten ans Herz zu legen doch möglichst bald einzuziehen, da sonst die Häuser Schaden nehmen und sie die ja in erster Linie bekommen haben um darin zu wohnen und nicht einfach um sie zu haben, so für alle Fälle. Natürlich haben wir das sehr diplomatisch formuliert und den Subdistrikt-Chef mitunterzeichnen lassen, damit das Ganze auch offizielle und rechtliche Gültigkeit hat. Auf jeden Fall ist dann etwas Panik ausgebrochen im Feld, Gerüchte kursierten, dass Caritas nun die Häuser zurückfordere und noch vieles mehr. Aber der Brief zeigte seine Wirkung und im Laufe der folgenden Wochen meldeten alle, warum genau sie nicht einziehen konnten und wann sie das vorhatten. Und man muss auch sagen, dass die Gründe nachvollziehbar waren, wie oben erwähnt und sie danach auch tatsächlich eingezogen sind. Heute können wir stolz verkünden, dass 98% der Häuser bewohnt sind und sich die Umsiedlung von Tag zu Tag wandelt und ihre eigene Gestalt annimmt. Jedes Mal, wenn ich nach Blang Beurandang fahre, bin ich beeindruckt von diesem Wandel und der Individualität mit der jede Familie ihr Haus und Garten prägt. Einige bauen an das bestehende Caritas-Haus noch weitere Teile an, wie zum Beispiel Küchen, Gästezimmer, Waschküchen, Hühnerställe und vieles mehr. Die Leute übernehmen die Eigentümerschaft und die Verantwortung für ihren neuen Wohnort, was ein sehr gutes Zeichen ist. Es zeigt, dass sie vorhaben langfristig dort ansässig zu werden. Dies ist natürlich genau das, was wir möchten, denn es gibt in der humanitären Hilfe ja nichts Schlimmeres als tolle neue Häuser und kein Mensch, der sie bewohnt.
 Hinteranbau / Vorderanbau mit Lädeli / Landschaftsgärtnerei
Als sich dann die Mehrheit der Leute installiert hatten, hat das Livelihood Team mit dem jeweiligen Dorf-Chef angefangen, Dorf-Komitees zu gründen, die als Repräsentanten für ihre Nachbarschaften fungieren können. Denn obwohl nun die grosse Mehrheit der Häuser bewohnt sind, heisst es noch lange nicht, dass sich bereits eine neue Dorfstruktur geformt hat. Zusammen mit diesen Komitees haben wir die Gemeinschaftsanliegen diskutiert und Prioritäten gesetzt, was nun als nächste Schritte zu tun sei. Mit allen Komitees haben wir uns geeinigt, dass zuerst einmal Gemeinschaftszentren errichtet werden, wo sie sich mit ihrer Nachbarschaft treffen können um die weiteren Siedlungsanliegen zu diskutieren, wo aber auch Feste und andere Anlässe abgehalten werden können.
 Planung mit dem Komitee / Präsentation der Ergebnisse
Die Umsetzung und die Bauleitung haben die Komitees selbst übernommen, werden aber von unserem Staff täglich begleitet und beraten. So findet ein kontinuierlicher Wissenstransfer statt, so dass sie in Zukunft selbst Projekte umzusetzen können. Deshalb erhielten alle Komitee-Mitglieder ein Training in einfacher Buchhaltung und Logistik, danach wurden die Pläne des Gebäudes besprochen, Abläufe und Verantwortlichkeiten geklärt und zuletzt ein Agreement zwischen dem Komitee und Caritas unterzeichnet, welches all das festhält.
Die Komitees haben daraufhin die Arbeiter ausgewählt, welche von Caritas ein Training in erdbebensicherem Bauen erhielten. Ziel ist es hier, diesen heute noch ungeschulten Arbeitern in Zukunft zu besser bezahlten Stellen zu verhelfen, weil sie danach ein Trainingszertifikat und eine Wissenssteigerung nachweisen können. Nachdem sie das theoretische Training absolviert haben, erklärt unser Site Engineer nun anhand der Beispiel bei der täglichen Arbeit alle Hintergründe und technische Details, die nötig sind um ihr Wissen zu steigern. Bis anhin zeigen sich die Beteiligten sehr motiviert und arbeiten sehr sorgfältig, was von unserem Bauingenieur bestätigt und stets überprüft wird.
 Unterzeichnung des Vereinbarung zwischen Komitee und Caritas / Arbeiter beim Training und Bau des Gebäudes
Geplant ist, dass die ersten 3 Gebäude Mitte Februar fertig sind. Man kann nur hoffen, dass die Regenzeit uns keinen Streich spielt. In der Zwischenzeit werden wir mit den Komitee weitere Themen angehen, wie die Landschaftsgestaltung von öffentlichem Grund.
So far so good, ich freue mich schon auf nach Weihnachten um den Fortschritt im Feld zu sehen. Jetzt muss ich allerdings sagen, dass ich mich sehr auf meine Weihnachtsferien in der Schweiz freue, wo ich nach fast einem Jahr endlich alle wiedersehe. Man sagt ja, es sei recht kalt dort. Ich kann mir das ehrlichgesagt gar nicht mehr so richtig vorstellen. Momentan ist gerade Stromausfall, der Ventilator ist still, die Klimaanlage tot und mir läuft der Schweiss herunter. Tropf. Tropf. Tropf.
Schöne Weihnachten und auf bald, Annina
>>> Projektbeschrieb Meulaboh
Kategorie BERICHTE AUS DEM AUSLAND, NEWS AUS MEULABOH | 0 Kommentar » | von annina
Autorenbiographie: Delegierte im Tsunami Wiederaufbauprogramm in Meulaboh und verantwortlich für die Livelihood Projekte im Umsiedlungsgebiet.
Sonntag, den 5. April 2009
Meine letzen drei Tage in Meulaboh hatten es in sich! Ich war mir nicht wirklich bewusst, welche Maschinerie wir da in Gang gesetzt hatten mit der Einladung von Botschafter und Gouverneur…
Samstag, 28. März: Ich hatte ich eigentlich vor in aller Ruhe mein Büro auszuräumen – stattdessen kriege ich einen Anruf von der Polizei, sie wollten noch etwas klären. Auf dem Posten stellt sich dann ziemlich schnell heraus, dass im Grunde schon alles klar ist – der Schweizer Botschafter hatte ja ausdrücklich keinen ganzen Konvoi sondern höchstens ein Begleitfahrzeug gewünscht – aber dass sie wissen möchten, was wir denn für ein Budget hätten für den Polizeischutz. Sie bräuchten mindestens 50 Leute um die Sicherheit des hohen Besuchs zu gewährleisten und um diesen Zusatzeffort sollte man schon mit Kaffee und Zigaretten würdigen. Ich stelle also umgerechnet 2 Franken pro Mann in Aussicht (womit man sich locker eine Tasse Kaffee und ein Päckchen Zigaretten kaufen kann) und bestehe auf einer Rechnung und Quittierung für das Geld. Wie erwartet kam dann nie jemand das Geld abholen, da es offenbar bei der Rechnungsstellung Probleme gab…
Sonntag, 29. März: Wir machen eine Führung im Feld für den hohen Besuch: Félix Bollmann, Direktor der Glückskette und Eliane Chappuit, Stiftungsratsmitglied sehen sich unser Projekt an. Nach einem Picknick auf der Terrasse des Baustellenbüros fahren sie weiter zur geplanten Flusswasserwiederaufbereitungs-Anlage. Ich nutze die Zeit, um die Vorbereitungen beim Markt anzusehen und die Protokoll-Verantwortlichen der Regierung zu treffen. Wir gehen jeden Schritt der Zeremonie durch, so dass ja kein Fauxpas passiert während der Einweihung.

Montag, 30. März: Der grosse Tag ist da! Wir fahren um halb acht los, um den Botschafter, Bernardino Regazzoni, am Flughafen abzuholen. Entgegen den Ankündigungen des Protokollers sind weder Ramli MS, der Bupati, noch eine Begleitfahrzeug da, um ihn in Empfang zu nehmen. Also empfangen wir ihn alleine und fahren zurück Richtung Stadt. Kaum sind wir auf der Hauptstrasse, kommt uns der Konvoi mit Blaulicht entgegen! Es bleibt uns nichts anderes übrig als auch wieder umzukehren und die Begrüssung quasi zu wiederholen. Danach fahren wir in einem höllischen Tempo zum Bupati office, wo es bei Kaffee und Guezli Erinnerungsfotos gibt!

Am Mittag wiederholt sich das Abholungs-Ritual für den Gouverneur von Aceh, Irwandi Yusuf. Diesmal sind noch Fahrzeuge des Militärs und der Airforce dabei sind und zu erwähnen ist, dass nicht der Gouverneur, sondern sein erster Assistent, Martin Dhien, schliesslich über das Rollfeld kam, weil Irwandi Yusuf kurzfristig erkrankt war. Wir waren doch ein wenig enttäuscht, da es das erste Mal gewesen wäre, dass der Gouverneur überhaupt an einem solchen Anlass in Aceh Barat teilgenommen hätte… aber immerhin hatte er wirklich die Absicht gehabt zu kommen, da das Flugzeug eigens von ihm dafür gechartert worden war. Nach einem kurzen Mittagessen beim Bupati ging es mit einer Stunde Verspätung zum Markt nach Blang Beurandang.

Es war einfach überwältigend! Die Markthalle und die Zelte drumherum waren zum Bersten voll! Wo ich hinsah erblickte ich bekannte Gesichter – Begünstigte, Vertreter der Regierung und anderer NGOs… und alle waren gekommen, um mit uns zu feiern! Das Ganze verlief mehr oder weniger nach Programm: Reden wurden gehalten, Zertifikate übergeben und Geschenke verteilt. Das Ende war dann allerdings sehr abrupt: Innert kürzester Zeit hatten sich riesige Wolken gebildet, heftiger Regen und Wind gingen über dem Festplatz nieder und pünktlich zum Abschluss gaben die Generatoren ihren Geist auf.

Nun, für mich hätte es wohl keinen schöneren Schlusspunkt geben können als all die strahlenden Gesichter bei diesem Fest – das werde ich nie vergessen. Das Projekt selbst ist jedoch alles andere als zu Ende! Zwar werden wohl Ende Mai wirklich alle Häuser fertig gebaut und übergeben sein, aber die verschiedenen Livelihood-Komponenten gehen weiter. Und hierfür möchte ich Annina, die meine Arbeit übernommen hat, zusammen mit Juni, Deni, Maulana, Dewi, Lili, Fauzan, Zenal, Ulfa, Said und Nurlian alles Gute und viel Erfolg auf dem weiteren Weg wünschen.

Selamat Jalan
Eva
Kategorie NEWS AUS MEULABOH | 0 Kommentar » | von eva
Autorenbiographie:
Montag, den 23. März 2009
In den vergangenen Wochen sind wir gut vorangekommen in Meulaboh. Von den geplanten 1048 Häusern im Umsiedlungsgebiet BB sind bereits 946 übergeben und die öffentlichen Gebäude nehmen auch Gestalt an. Die von IOM (International Organization for Migration) und UNICEF (United Nations Children’s Fund) Schulen sollen im Juli eröffnet werden, in den von Centre Mulia Hati (lokale NGO) und CWS (Church World Services) erbauten Kinderzentren spielen bereits seit einigen Monaten Kinder verschiedener Altersstufen und die Moschee von BRR (Koordinationsagentur für den Tsunamiwiederaufbau) kriegt in diesen Tagen eine auf Hochglanz polierte silberne Kuppel. Seit Ende Februar ist auch unser „Begegnungszentrum“ fertig und wir können jetzt die Abfall-Trainings in unserem eigenen Gebäude durchführen. Die Schulung haben schon über 1000 Frauen absolviert, und die Entsorgung durch die städtische Abfallbehörde in ausgewählten Gebieten hat begonnen. Die gute Nachricht hierzu: Die Leute brauchen die von uns verteilten Mülltonnen und verbrennen den Abfall nicht mehr. Die schlechte: es findet sich so ziemlich alles in den Mülltonnen, vor allem organische Abfälle. Das heisst es für uns: Dranbleiben! Die Haushalte besuchen, die Komposttechniken erklären und motivieren!
Die Livelihood-Projekte dauern also noch eine ganze Weile aber den Wiederaufbau können wir in den nächsten Wochen abschliessen – Grund genug, um das ordentlich zu feiern! Am Montag, den 30. März findet deshalb die grosse Einweihungszeremonie in der pünktlich fertiggestellten Markthalle statt.

Wir erwarten über 2000 Leute aus den beiden Gemeinden Blang Beurandang und Leuhan, wobei wir nicht nur Caritas Begünstigte einladen, sondern auch Leute, die schon lange in diesem Gebiet wohnen. Schliesslich werden sie alle vom Markt und der geplanten Wasserversorgung profitieren. Sie tun das teilweise auch jetzt schon durch die verbesserten Strassen und die Abfallentsorgung. Die Feier wird also eine Art Meilenstein für unser Programm hier und ist gleichzeitig mein ganz persönlicher Schlusspunkt. Ich werde am Tag danach Meulaboh verlassen, nach anderthalb Jahren spannender, lehrreicher Arbeit. Dann bis in einer Woche, im nächsten und letzten Blog!
Eva
Kategorie NEWS AUS MEULABOH | 0 Kommentar » | von eva
Autorenbiographie:
Sonntag, den 22. Februar 2009
In letzter Zeit spielen sich die interessanten Dinge an den Wochenenden ab! Nachdem uns ja die Journalisten aus der Schweiz vorletztes Wochenende besucht hatten, weilte ich am Freitag 13. (!) und Samstag 14. Februar am „Coordination Forum for Aceh and Nias“ (kurz CFAN) in Jakarta. Organisiert wurde die Veranstaltung von BRR (www.e-aceh-nias.org), der indonesischen Agentur die den Wiederaufbau nach dem Tsunami im Dezember 2004 und verheerenden Nachbeben auf der Insel Nias koordinierte und auch selber Projekte implementierte. Sie haben das Kunststück fertiggebracht die Aktionen von insgesamt 992 Organisationen zu orchestrieren, darunter 428 internationale NGOs, zu denen auch Caritas Schweiz gehört.
Jetzt, vier Jahre später, schliesst BRR seine Tore und übergibt die restlichen Aufgaben wieder den verschiedenen indonesischen Behörden und Ämtern. Bevor sie dies am 16. April jedoch endgültig tun, wollten sie Bilanz ziehen, Rückschau halten, „lessons learned“ sammeln und das Erreichte gebührend feiern. Sie taten das, indem sie dieses vierte und letzte CFAN in eine Ausstellung umfunktionierten, zu der all diese im Wiederaufbau tätigen Organisationen eingeladen waren, um zu zeigen, welchen Anteil sie an den insgesamt 133‘903 wiederaufgebauten Privathäusern, den 1‘047 Gesundheitseinrichtungen, den 3‘584 km gebauten Strassen oder den 273 Brücken hatten – ganz zu schweige von den anderen Anstrengungen die unternommen wurden, damit die Leute wieder ein normales Leben führen konnten – wie z.B. psychosoziale Unterstützung, Berufstrainings etc. Daneben liefen auch eine Reihe Workshops, wo man Erfahrungen austauschen und „good practices“ sammeln konnte.
Auch wir beschlossen nach Jakarta zu fahren an der Ausstellung teilzunehmen – mit Fotos, Broschüren und einer Diaschau! Ich gebe zu, ich habe den Vorbereitungs-Aufwand unterschätzt. Ich dachte, dass so ein 2 mal 6 Meter grosser Stand schnell gefüllt ist mit Bildern, Karten und Erklärungen… was im Grunde auch so ist, nur, damit es dann im Endeffekt auch fehlerfrei, übersichtlich und verständlich daherkommt, braucht es einiges! Aber wir haben es schlussendlich geschafft, mit unseren Kollegen aus Aceh Singkil ein Gemeinschaftswerk zu kreieren, das viele Besucher anzog. Da es ziemlich anstrengend war, stundenlang zur Verfügung zu stehen, haben Schichten zur Standbetreuung gemacht.

Es kamen Privatpersonen, die Verwandte im Tsunami verloren hatten und sich über die jetzige Lage informieren wollten. Oder es interessierten sich andere NGO-Mitarbeitende für unsere Technik zum Bau erdbebensicher Häuser. Auch der Schweizer Botschafter in Jakarta, Bernardino Regazzoni, und der erste Sekretär, Georg Stein, kamen vorbei!

Nur der indonesische Präsident, Susilo Bambang Yudhoyono, der die Ausstellung eröffnet hatte, kam nicht. Er hätte dazu, bei seinem Gang durch die Stände vom Plenum-Saal kommend, rechts abbiegen müssen – aber er ging geradeaus!
Liebe Grüsse
Eva
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Autorenbiographie:
Freitag, den 13. Februar 2009
Zumindest für fünf Minuten!
Letztes Wochenende besuchten uns Roland Jeanneret von der Glückskette, der unabhängige Journalist Peter Jaeggi und die Asien-Korrespondentin für die Westschweiz (RSR) Niki Nadas. Begleitet wurden sie von Stephanie Schalcher als Übersetzerin. Ihre Reise führte sie in verschiedene, vom Tsunami betroffene Länder, um das in den vergangenen vier Jahren Erreichte zu dokumentieren und über Einzelschicksale zu berichten. Stephanie war übrigens 2005 die erste Delegierte, die damals von Caritas nach Meulaboh geschickt worden ist. Für mich war es interessant zu hören, was sie in dieser Zeit erlebt hat – und sie war natürlich gespannt den Fortschritt des Programmes und der ganzen Region zu sehen.
Nachdem sie das von uns in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner YEL gebaute Distriktspital in Nagan Raya besichtigt hatten, statteten sie den „Waste Management Trainings“ in Blang Beurandang einen Besuch ab. Ulfa und Nurlian liessen sich nicht beirren durch die Spezialwünsche und führten die Trainings souverän durch – hoher Besuch hin oder her! Ich hingegen kam mir vor wie ein nervöses Huhn, das schon vor Ankunft des Besuchs mit rotem Kopf herumflatterte! Die Mikrofone taten ihr übriges, so dass mein Adrenalinspiegel an diesen Tagen wohl Spitzenwerte erreichte! Dabei waren die Besucher äusserst angenehm. Als wir am Sonntag Häuserübergaben durchführten, übernahm Roland Jeanneret kurzerhand „meinen Job“ – das Überreichen der Hausdokumente und Schlüssel. Er tat dies überaus charmant und beglückwünschte jede/n mit speziellen Worten. Auch Stephanie überreichte einige Häuser – und ich durfte für einmal zusehen… und Fotos machen!

Salam
Eva
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Autorenbiographie:
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